Eine Dachbegrünung bietet neben einem schönen Aussehen und seiner Funktion als Biotop noch andere Vorteile. Die Lebensdauer der Dachbedeckung wird verlängert und Temperaturschwankungen werden durch die isolierende Wirkung ausgeglichen. In der Begrünung wird zwischen einem extensiven Aufbau, der aus einem Dünnschichtaufbau mit trockenheitsverträglicher Vegetation besteht, und einem intensiven Bodenaufbau, bei dem bis zur Baumbepflanzung alles möglich ist, unterschieden. Für den Aufbau einer Dachbegrünung hat der Neigungswinkel des Daches eine ausschlaggebende Wirkung. Bei einer Neigung bis zu 15 Prozent braucht keine Sicherung des Substrates erfolgen. Auch eine Dränschicht ist nicht notwendig, da keine Staunässe entsteht.
Zum Schutz der Dachbauteile wird zuerst eine wasserableitende Schicht, die wurzelfest ist, eingebracht. Die Bahnen der bitumenverträgliche Kunststofffolie werden überlappend auf das Dach gelegt, um einen vollflächigen Schutz zu erreichen. Das anschließend aufgebrachte Substrat dient als Wurzelschicht, die auch Nährstoff- und Wasserspeicher für die Pflanzen ist. Ebenso dient es für die Ableitung überschüssigen Wassers. Dafür wird der Mutterboden mit Leichtzuschlägen wie Blähton versetzt. Die Höhe der Substratschicht ist abhängig von der Dachneigung und der vorgesehenen Vegetation. Die Dicke der Substratschicht wird bei geneigten Dächern nach unten auslaufend angelegt. Da die Pflanzen bei einer Dachbegrünung Windbelastungen und eventuellen Trockenperioden ausgesetzt sind, sollte eine möglichst dichte Begrünung erfolgen. Hier eigenen sich besonders Wildgräser, aber auch Moose sind als Begrünung denkbar. Vor allem dann, wenn aus Belastungsgründen nur eine geringe Substratdicke gewählt werden kann. Die Dachbegrünung kann aus öffentlichen Mitteln gefördert werden.
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