Ein Immobilienkredit ermöglicht es, einer privaten Person die Gesamtkosten für eine Imobilie zu decken. Dies kann ein Grundstück und alles unbewegliche, was dazugehört, wie zum Beispiel ein Haus, eine Garage oder nur eine Wohnung, sein. Ein solcher Immobilienkredit wird in der Regel durch eine Bank, eine Bausparkasse, ein Landesförderinstitut, eine Kreditanstalt für Wiederaufbau oder eine Versicherungsgesellschaft bereitgestellt. Allerdings müssen Sie oft den Nachweis von Sicherheiten ermöglichen, sodass eine Rückzahlung gewährleistet sein kann. Dazu ist ein sicherer Job, ein Haus, eine Drittperson, die die Kosten decken könnte, oder ein Alternative notwendig. Zudem müssen Sie selbstverständlich den Immobilienkredit abzahlen, was im Normalfall auf eine der drei Varianten erfolgt:

Bei den Annuitätsdarlehen handelt es sich um Tilgungsraten, die in konstanter Höhe abgezahlt werden. Auch die Tilgungsdarlehen sind eine gute Möglichkeit, durch die die Raten durch immer kleiner werdende Zahlungen ersetzt werden. Dies ist besonders für Personen mit unsicherem Einkommen lohnenswert, da das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit auf diese Weiße verringert wird. Am meisten bekannt ist allerdings der Baukredit. Dieser ist besonders dank seiner niedrigen Zinsen beliebt. Hier ist das am Anfang entstehende Eigenkapital eine Absicherung für die Darlehen, die das Grundkapital ergänzen. Die Laufzeit von einem Immobilienkredit beträgt zudem in der Regel 10-20 Jahre und wird mit Zinsen in Höhe von 2-5% versehen, was sich bei der derzeitigen Inflation von etwa 4 Prozent sogar etwas gering ist.

Die Zinsen in Deutschland sind derzeit historisch niedrig. Vor allem die Finanzkrise, aber auch die Wirtschaftsflaute hat die EZB, die Europäische Zentralbank dazu animiert, die Leitzinsen nun zum dritten Mal in Folge zu senken. Für Sie als Kreditnehmer bedeutet dies, dass sich auch die Zinsen für Darlehen senken, 10jährige Annuitätendarlehen sind derzeit für knapp 4% p.a. zu haben.

Wenn Sie bereits ein Darlehen aufgenommen haben, bei dem die Zinsbindung aber erst in einigen Monaten ausläuft, können auch Sie die heute niedrigen Zinsen nutzen. Dies ist möglich, indem Sie ein Forwarddarlehen bei Ihrer Bank oder einem anderen Anbieter abschließen. Diese Forwarddarlehen sind im Grunde klassische Annuitätendarlehen, die wiederum eine Zinsbindungszeit sowie einen anfänglichen Tilgungssatz aufweisen. Im Gegensatz zu klassischen Annuitätendarlehen werden Forwarddarlehen aber nicht sofort ausgezahlt, sondern die Auszahlung erfolgt erst mit dem Ablauf Ihrer Zinsbindungsfrist für das bestehende Darlehen. Die Auszahlung liegt somit in der Zukunft, je nach Wunsch und Anbieter ist es möglich, diesen Auszahlungstermin bis 36 Monate aufzuschieben.

Für die Zeit zwischen der Kreditaufnahme sowie der Auszahlung Ihres Forwarddarlehens entstehen Ihnen keine Kosten. Da die Bank, die Ihnen das Forwarddarlehen zur Verfügung gestellt hat, jedoch das Zinsänderungsrisiko trägt, wird in den meisten Fällen ein Zinsaufschlag berechnet. Dieser Aufschlag orientiert sich an der Dauer bis zur Auszahlung des Darlehens, in der Regel beträgt er 0,01-0,06% pro Monat. Je länger also der Zeitraum bis zur Auszahlung, desto höher ist der Zinsaufschlag.

Das Forwarddarlehen lohnt sich somit immer dann, wenn Sie als Kreditnehmer von steigenden Zinsen in der Zukunft ausgehen. Sinken die Zinsen jedoch, müssen Sie das Darlehen trotzdem abnehmen, die Nichtabnahme führt zur Zahlung einer Entschädigung an die Bank. Somit hat das Forwarddarlehen einen leicht spekulativen Charakter.