Die Thermografie ist eine bildgebende Technologie zur optischen Darstellung von Temperaturdifferenzen, die für das menschliche Auge ohne Hilfsmittel nicht sichtbar wären. Möglich wird dieses Verfahren durch die Wärmebildkamera, die die unsichtbare Temperaturverteilung auf Oberflächen und Körpern mittels Infrarotstrahlung erfasst und bildlich darstellt. Der Einsatz der Wärmebildkamera im praktische Leben ist dabei vielfältiger, als man auf den ersten Blick denken würde. So kann die Wärmebildkamera beispielsweise genutzt werden, um in großen Industrieanlagen binnen kürzester Zeit Lecks in schwer zugänglichen Rohleitungen aufzuspüren. Berührungslos und zerstörungsfrei werden Schwachstellen aufgezeigt. Alle erforderlichen Reparaturen können schadens- und kostenminimiert durchgeführt werden. Lange Produktionsstillstände werden so vermieden.
Aber auch im häuslichen Bereich, in der sogenannten Gebäudethermografie, findet die Wärmebildkamera immer größere Verwendungsmöglichkeiten. Eventuelle Leckstellen in der heimischen Fußbodenheizungen lassen sich damit ebenso schnell und sicher lokalisieren wie Wärmebrücken zwischen Innenraum und Umgebung von Gebäuden. Wo befinden sich an einem Gebäude die energetischen Schwachpunkte, wieviel Wärme wird über Fenster und schlecht isolierte Dächer abgegeben, wo liegen die gefährlichen “Taupunkte” eines Gebäudes - die Wärmebildkamera liefert schnell und zuverlässig die gewünschten Informationen. Potentieller Schimmelbildung kann somit ebenso unmittelbar vorgebeugt werden wie der Verschwendung von Energie durch undichte Fenster.
Auch die Feuerwehr nutzt Wärmebildkameras bei der Brandbekämpfung, etwa beim Aufspüren von Brandherden und Glutnestern in rauchgefüllten, unübersichtlichen Gebäudeteilen. Aber auch bei der Suche vermisster Personen bei Dunkelheit kommt die Thermografie häufig zum Einsatz. Wer ein solches Gerät nur kurzzeitig benötigt, kann eine Wärmekamera tageweise anmieten.
August 2nd, 2010 at 13:04
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